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Technisches Fachlexikon

Deckenstrahlplatten · Hallenheizung · Hydraulik · Normen · Montage
22 Fachbegriffe erklärt – von Energyworld GmbH Olsberg

22
Fachbegriffe
8
Kategorien
17
Buchstaben
A
Absorptionsgrad
Physik
Maß dafür, wie viel Infrarotstrahlung eine Oberfläche aufnimmt (α). Dunkle, matte Flächen (α ≈ 0,95) absorbieren fast die gesamte Strahlung; polierte Metalloberflächen reflektieren hingegen den Großteil.
matt α=0,95 ████ poliert α=0,05 ░░░░
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Auslegungstemperatur
Planung
Außenluft-Auslegungstemperatur (z. B. −12 °C für NRW nach DIN EN 12831) als Basis der Heizlastberechnung. Deckenstrahlplatten werden auf die Normaußentemperatur des Standorts ausgelegt.
NRW: −12 °C DIN EN 12831
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B · D
Betriebsdruck
Hydraulik
Maximal zulässiger Betriebsdruck je nach Baureihe: 6–16 bar. Prüfung nach EN 14037 mit 1,5-fachem Prüfdruck. Energyworld führt nach jeder Montage eine Druckprobe mit Protokoll durch.
VL ───────── RL 6–16 bar Betrieb 1,5× Prüfdruck
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Deckenabstand
Montage
Mindestabstand zwischen Plattenoberseite und Rohdecke: mindestens 200 mm. Verhindert Wärmestau und gewährleistet korrekte Luftzirkulation an der Plattenrückseite.
▓▓▓▓▓▓▓▓ Decke ↕ ≥200mm ▬▬▬▬▬▬▬▬ Platte
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Druckprüfung
Sicherheit
Pflichtprüfung nach EN 14037 und BetrSichV vor Inbetriebnahme. Druck 1,5-fach über maximalem Betriebsdruck, Haltedauer mind. 30 Minuten. Energyworld dokumentiert jede Prüfung schriftlich.
p_Prüf = 1,5 × p_max t ≥ 30 min Protokoll
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E · H
Einrohr-System
Hydraulik
Hydraulisches System, bei dem alle Deckenstrahlplatten in Reihe angeschlossen sind. Kostengünstig, aber mit Temperaturgefälle von Platte zu Platte. Geeignet für Hallen bis ca. 500 m².
VL─[P1]─[P2]─[P3]─RL 70° 67° 64°
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Emissionsgrad
Physik
Verhältnis der abgegebenen Wärmestrahlung einer Fläche zur theoretischen Maximalstrahlung eines schwarzen Körpers (ε). Deckenstrahlplatten erreichen ε ≈ 0,92–0,96 durch spezielle Beschichtung.
ε = Q_real / Q_max DSP: ε ≈ 0,94
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ErP-Richtlinie
Normen
EU-Ökodesign-Verordnung (Energy Related Products) für energierelevante Produkte. Alle von Energyworld eingesetzten Deckenstrahlplatten sind ErP-konform und erfüllen die EU-Mindestanforderungen.
EU 2016/2281 ErP-konform ✓
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Hydraulischer Abgleich
Hydraulik
Pflicht nach GEG §60a: Energyworld führt den hydraulischen Abgleich (Verfahren A oder B nach VdZ) für alle installierten Heizkreise durch und dokumentiert diesen vollständig.
VL═══╦═══╦═══RL ↓ ↓ ↓ [P] [P] [P]
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I · K
Infrarotstrahlung
Physik
Elektromagnetische Strahlung im Bereich 0,78–1000 µm. Deckenstrahlplatten emittieren im Mittelinfrarot (3–50 µm), das direkt von Personen, Böden und Objekten absorbiert wird.
▬▬▬▬ Platte ~80°C ↓↓↓↓↓↓↓↓ IR 3–50µm ▒▒▒▒ Boden/Person
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Konvektionsanteil
Physik
Der nicht-strahlende Wärmeanteil einer Deckenstrahlplatte. Je nach Bauform 25–40 % der Gesamtleistung. Niedrigerer Konvektionsanteil bedeutet geringere Luftbewegung und damit höheren Komfort.
Q_gesamt = Q_strah + Q_konv 60–75% + 25–40%
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L · N
Leistungsdichte
Planung
Wärmeleistung je Quadratmeter Bodenfläche [W/m²]. Für Industriehallen typisch 40–80 W/m², abhängig von Einbauhöhe, Gebäudehülle und Nutzung. Basis der Auslegungsberechnung.
q = P_gesamt / A_Boden typisch 40–80 W/m²
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Normheizlast
Planung
Wärmebedarf eines Gebäudes bei Normaußentemperatur nach DIN EN 12831. Grundlage für die Dimensionierung aller Heizflächen. Energyworld berechnet die Normheizlast im Angebot.
Φ_HL nach DIN EN 12831 Energyworld berechnet ✓
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P · R
Plattenlänge
Produkt
Lieferbare Längen von Standardbaureihen: 1.000–9.000 mm je nach Hersteller und Modell. Sonderlängen bis 12.000 mm auf Anfrage (BEST RB+). Maximallänge begrenzt durch Transport und Montage.
Standard: 1.000–9.000 mm Sonder: bis 12.000 mm
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Rücklauftemperatur
Hydraulik
Temperatur des Heizmediums am Plattenausgang. Bei Standardauslegung 40–60 °C, bei Wärmepumpenanbindung 25–40 °C. Geringer Temperaturunterschied (ΔT) verbessert den COP der Wärmepumpe.
RL Standard: 40–60 °C RL Wärmepumpe: 25–40 °C ΔT = VL − RL
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S
Sichtfaktor
Physik
Geometrischer Faktor, der angibt, welcher Anteil der von einer Fläche abgestrahlten Wärme auf eine andere Fläche trifft. Bestimmt die effektive Strahlungsheizung der Nutzfläche durch die Deckenstrahlplatte.
F_12 = Sichtfaktor DSP → Boden: 0,3–0,6
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Strahlungstemperatur
Physik
Mittlere Temperatur der umgebenden Flächen, gewichtet nach Sichtfaktor. Deckenstrahlplatten erhöhen die Strahlungstemperatur gezielt und ermöglichen so niedrigere Lufttemperaturen.
T_Luft 18 °C T_Strah 24 °C → Komfort ✓
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Temperaturschichtung
Physik
In unbeheizten Hallen steigt warme Luft nach oben. Deckenstrahlplatten minimieren die Schichtung, da Wärme primär durch Strahlung und nicht durch Konvektion abgegeben wird.
ohne DSP: mit DSP: oben: 30° oben: 20° unten:12° unten:18°
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Ü · V
Überdruckprüfung
Sicherheit
Druckprüfung mit 1,5-fachem Betriebsdruck nach Montage und vor Inbetriebnahme. Pflicht nach BetrSichV und DIN EN 14037. Energyworld dokumentiert alle Prüfungen mit Messprotokolle.
p_test = 1,5 × p_max BetrSichV Pflicht
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Vorlauftemperatur
Hydraulik
Temperatur des Heizmediums am Platteneintritt. Typisch 50–90 °C; bei Wärmepumpenanbindung 35–55 °C mit entsprechend größerer Plattenanzahl.
VL ────────── RL 50–90 °C standard 35–55 °C WP-Modus
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W · Z
Wärmepumpen-Anbindung
Energie
Deckenstrahlplatten sind ideal für Wärmepumpensysteme: Niedertemperatur-Vorlauf 35–55 °C bei gleichzeitig großer Heizfläche. Steigert den COP der Wärmepumpe erheblich.
VL 35–55 °C COP Wärmepumpe ↑ DSP-Fläche ↑
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Zweirohrsystem
Hydraulik
Separater Vorlauf und Rücklauf für jede Heizgruppe. Standard ab 500 m² Hallenfläche. Jede Platte erhält annähernd gleiche Vorlauftemperatur.
VL ══╦══╦══╦══ RL ══╩══╩══╩══ Z1 Z2 Z3
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