Absorptionsgrad
Physik
Maß dafür, wie viel Infrarotstrahlung eine Oberfläche aufnimmt (α). Dunkle, matte Flächen (α ≈ 0,95) absorbieren fast die gesamte Strahlung; polierte Metalloberflächen reflektieren hingegen den Großteil.
Auslegungstemperatur
Planung
Außenluft-Auslegungstemperatur (z. B. −12 °C für NRW nach DIN EN 12831) als Basis der Heizlastberechnung. Deckenstrahlplatten werden auf die Normaußentemperatur des Standorts ausgelegt.
Betriebsdruck
Hydraulik
Maximal zulässiger Betriebsdruck je nach Baureihe: 6–16 bar. Prüfung nach EN 14037 mit 1,5-fachem Prüfdruck. Energyworld führt nach jeder Montage eine Druckprobe mit Protokoll durch.
VL ───────── RL
6–16 bar Betrieb
1,5× Prüfdruck
Beratung →
Deckenabstand
Montage
Mindestabstand zwischen Plattenoberseite und Rohdecke: mindestens 200 mm. Verhindert Wärmestau und gewährleistet korrekte Luftzirkulation an der Plattenrückseite.
▓▓▓▓▓▓▓▓ Decke
↕ ≥200mm
▬▬▬▬▬▬▬▬ Platte
Beratung →
Druckprüfung
Sicherheit
Pflichtprüfung nach EN 14037 und BetrSichV vor Inbetriebnahme. Druck 1,5-fach über maximalem Betriebsdruck, Haltedauer mind. 30 Minuten. Energyworld dokumentiert jede Prüfung schriftlich.
p_Prüf = 1,5 × p_max
t ≥ 30 min
Protokoll
Beratung →
Einrohr-System
Hydraulik
Hydraulisches System, bei dem alle Deckenstrahlplatten in Reihe angeschlossen sind. Kostengünstig, aber mit Temperaturgefälle von Platte zu Platte. Geeignet für Hallen bis ca. 500 m².
Emissionsgrad
Physik
Verhältnis der abgegebenen Wärmestrahlung einer Fläche zur theoretischen Maximalstrahlung eines schwarzen Körpers (ε). Deckenstrahlplatten erreichen ε ≈ 0,92–0,96 durch spezielle Beschichtung.
ErP-Richtlinie
Normen
EU-Ökodesign-Verordnung (Energy Related Products) für energierelevante Produkte. Alle von Energyworld eingesetzten Deckenstrahlplatten sind ErP-konform und erfüllen die EU-Mindestanforderungen.
Hydraulischer Abgleich
Hydraulik
Pflicht nach GEG §60a: Energyworld führt den hydraulischen Abgleich (Verfahren A oder B nach VdZ) für alle installierten Heizkreise durch und dokumentiert diesen vollständig.
Infrarotstrahlung
Physik
Elektromagnetische Strahlung im Bereich 0,78–1000 µm. Deckenstrahlplatten emittieren im Mittelinfrarot (3–50 µm), das direkt von Personen, Böden und Objekten absorbiert wird.
▬▬▬▬ Platte ~80°C
↓↓↓↓↓↓↓↓ IR 3–50µm
▒▒▒▒ Boden/Person
Beratung →
Konvektionsanteil
Physik
Der nicht-strahlende Wärmeanteil einer Deckenstrahlplatte. Je nach Bauform 25–40 % der Gesamtleistung. Niedrigerer Konvektionsanteil bedeutet geringere Luftbewegung und damit höheren Komfort.
Q_gesamt = Q_strah + Q_konv
60–75% + 25–40%
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Leistungsdichte
Planung
Wärmeleistung je Quadratmeter Bodenfläche [W/m²]. Für Industriehallen typisch 40–80 W/m², abhängig von Einbauhöhe, Gebäudehülle und Nutzung. Basis der Auslegungsberechnung.
q = P_gesamt / A_Boden
typisch 40–80 W/m²
Beratung →
Normheizlast
Planung
Wärmebedarf eines Gebäudes bei Normaußentemperatur nach DIN EN 12831. Grundlage für die Dimensionierung aller Heizflächen. Energyworld berechnet die Normheizlast im Angebot.
Φ_HL nach DIN EN 12831
Energyworld berechnet ✓
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Plattenlänge
Produkt
Lieferbare Längen von Standardbaureihen: 1.000–9.000 mm je nach Hersteller und Modell. Sonderlängen bis 12.000 mm auf Anfrage (BEST RB+). Maximallänge begrenzt durch Transport und Montage.
Standard: 1.000–9.000 mm
Sonder: bis 12.000 mm
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Rücklauftemperatur
Hydraulik
Temperatur des Heizmediums am Plattenausgang. Bei Standardauslegung 40–60 °C, bei Wärmepumpenanbindung 25–40 °C. Geringer Temperaturunterschied (ΔT) verbessert den COP der Wärmepumpe.
RL Standard: 40–60 °C
RL Wärmepumpe: 25–40 °C
ΔT = VL − RL
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Sichtfaktor
Physik
Geometrischer Faktor, der angibt, welcher Anteil der von einer Fläche abgestrahlten Wärme auf eine andere Fläche trifft. Bestimmt die effektive Strahlungsheizung der Nutzfläche durch die Deckenstrahlplatte.
F_12 = Sichtfaktor
DSP → Boden: 0,3–0,6
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Strahlungstemperatur
Physik
Mittlere Temperatur der umgebenden Flächen, gewichtet nach Sichtfaktor. Deckenstrahlplatten erhöhen die Strahlungstemperatur gezielt und ermöglichen so niedrigere Lufttemperaturen.
Temperaturschichtung
Physik
In unbeheizten Hallen steigt warme Luft nach oben. Deckenstrahlplatten minimieren die Schichtung, da Wärme primär durch Strahlung und nicht durch Konvektion abgegeben wird.
ohne DSP: mit DSP:
oben: 30° oben: 20°
unten:12° unten:18°
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Überdruckprüfung
Sicherheit
Druckprüfung mit 1,5-fachem Betriebsdruck nach Montage und vor Inbetriebnahme. Pflicht nach BetrSichV und DIN EN 14037. Energyworld dokumentiert alle Prüfungen mit Messprotokolle.
Vorlauftemperatur
Hydraulik
Temperatur des Heizmediums am Platteneintritt. Typisch 50–90 °C; bei Wärmepumpenanbindung 35–55 °C mit entsprechend größerer Plattenanzahl.
VL ────────── RL
50–90 °C standard
35–55 °C WP-Modus
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Wärmepumpen-Anbindung
Energie
Deckenstrahlplatten sind ideal für Wärmepumpensysteme: Niedertemperatur-Vorlauf 35–55 °C bei gleichzeitig großer Heizfläche. Steigert den COP der Wärmepumpe erheblich.
VL 35–55 °C
COP Wärmepumpe ↑
DSP-Fläche ↑
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Zweirohrsystem
Hydraulik
Separater Vorlauf und Rücklauf für jede Heizgruppe. Standard ab 500 m² Hallenfläche. Jede Platte erhält annähernd gleiche Vorlauftemperatur.